über mich

Über mich

Ich bin Neurowissenschaftlerin und Professorin mit einem besonderen Interesse daran, wie wir uns selbst als verkörperte Individuen erleben und wie unser Körper uns mit anderen Menschen verbindet. In meiner Arbeit verbinde ich Neurowissenschaften, Psychologie und philosophische Perspektiven, um das Zusammenspiel von Körpererleben, Selbstwahrnehmung und sozialer Interaktion zu untersuchen.

Eine zentrale Frage meiner Forschung ist, wie das Erleben eines eigenen, von anderen unterscheidbaren Selbst aus dem fortlaufenden Zusammenspiel von Gehirn, Körper und sozialer Umwelt entsteht. Besonders interessiert mich, welche Rolle Berührung und körperliche Signale dabei spielen, wie wir uns selbst und unsere Beziehungen zu anderen erleben.

Forschung

Im Mittelpunkt meiner Forschung steht das körperliche Selbst: Wie erleben wir unseren Körper als zu uns gehörig? Wie unterscheiden wir zwischen uns selbst und anderen? Und wie wird unser Körpererleben durch soziale Interaktionen geprägt?

Das leibliche Selbst und Selbstwahrnehmung

Wie entsteht und erhält sich das Erleben, ein Selbst zu sein? Ich untersuche die körperlichen Prozesse, die zu unserem Selbstbewusstsein und zum Erleben des eigenen Körpers als zu uns gehörig beitragen.

Berührung und soziale Interaktion

Berührung dient nicht nur dazu, die äußere Welt wahrzunehmen. Sie kann auch beeinflussen, wie wir uns selbst und andere erleben. Meine Forschung beschäftigt sich mit der Rolle von affektiver Berührung, Selbstberührung und sozialer Berührung für Körperwahrnehmung, zwischenmenschliche Verbundenheit und Emotionsregulation.

Verkörperung und psychische Gesundheit

Unser Erleben von uns selbst ist eng mit körperlichen und emotionalen Prozessen verbunden. Mich interessiert, wie Veränderungen im körperlichen Selbsterleben mit psychischer Gesundheit zusammenhängen und welche Erkenntnisse sie über das Verhältnis von Gehirn, Körper und Geist ermöglichen.

Über diese Themen hinweg verbinde ich empirische Forschung mit grundlegenden theoretischen Fragen danach, was es bedeutet, sich selbst als verkörpertes und soziales Wesen zu erleben.

 

Mein Forschung wird unterstützt durch Drittmittel vom European Research Council, Vetenskapsrådet, Svenska Läkaresällskapet, Forte, ALF und FORS (Region Östergötland) und anderen nationalen und internationeln Förderungen. Mehr auf der Seite meiner Arbeitsgruppe: The Boehme Lab.

Schreiben: Bücher und weitere Publikationen

Neben wissenschaftlichen Artikeln schreibe ich Bücher und weitere Texte über das Verhältnis von Körper, Selbst und sozialem Erleben. Dabei geht es mir darum, Erkenntnisse aus Neurowissenschaften und Psychologie mit übergeordneten Fragen menschlicher Erfahrung zu verbinden.

Zu meinen Veröffentlichungen gehören wissenschaftliche Fachartikel, Buchkapitel und Beiträge für ein breiteres Publikum. In unterschiedlichen Formaten beschäftige ich mich damit, komplexe wissenschaftliche Ideen verständlich zu vermitteln, ohne ihre inhaltliche Tiefe zu verlieren.

 

Wissenschaftlicher Werdegang

Mein wissenschaftlicher Weg ist von einem anhaltenden Interesse am Zusammenhang zwischen Körpererleben und Selbsterfahrung geprägt. Durch meine Forschung und interdisziplinären Kooperationen habe ich eine Perspektive entwickelt, die Neurowissenschaften und Psychologie mit Fragen verbindet, die auch in der Philosophie untersucht werden.

Derzeit bin ich Professorin an der Universität Linköping. Meine wissenschaftliche Arbeit umfasst Kooperationen über Fach- und Institutionsgrenzen hinweg, um unterschiedliche Perspektiven auf Körperwahrnehmung, Berührung und soziale Interaktion zusammenzuführen.

Ich studierte an der Ruprecht Karls Universität in Heidelberg und an der Max Planck research school in Tübingen. Für meine Doktorarbeit an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité Berlin erhielt ich den For Women in Science Preis. Danach war ich Postdoc an der Charité, Humboldt Universität zu Berlin und am CSAN, Linköping.

Über die Forschung hinaus

Mich interessiert, wie wissenschaftliche Ideen über die Grenzen einzelner Disziplinen hinauswirken und zu einem breiteren Verständnis menschlicher Erfahrung beitragen können. Besonders schätze ich Kooperationen, die unterschiedliche Methoden und Perspektiven zusammenbringen, sowie Möglichkeiten, Forschung auch einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Für wissenschaftliche Kooperationen, Vortragsanfragen oder Fragen zu meiner Arbeit freue ich mich über eine Nachricht.

 

©Kai Bublitz

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